Mittwoch, 18. September 2013

Die Funktion der Träume



"Da das Bewußtsein allen möglichen äußeren Anziehungen und Ablenkungen ausgesetzt ist, läßt es sich leicht dazu verleiten, Wege zu gehen, die seiner Individualität fremd und nicht gemäß sind. Die allgemeine Funktion der Träume ist, solche Störungen des geistigen Gleichgewichts auszugleichen, in dem sie Inhalte komplementärer und kompensatorischer Art hervorbringen."

C.G. Jung, Traum und Traumdeutung"


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...und ein paar Gedanken dazu:

Das heutige Zitat also zum Thema "Balance", statt Kreativität. Aber der Traum, den Jung anspricht, verbindet beide, finde ich. Das Thema hält mich im Moment fest - umzugsbedingt ist mittlerweile die Nähecke abgebaut, und wir nutzen jede frei Minute zum Renovieren und putzen usw. Eigentlich hab ich auch gar keine Zeit diesen Text zu schreiben. Aber irgendwas drängt mich dazu, also hab ich mal kein schlechtes Gewissen, weil hier noch so viele Kisten zu packen sind...

Ich merke momentan, wie wichtig mir die Werkelei eigentlich ist, wie sehr ich es brauche was zu machen - und wie schlecht gelaunt ich bin, wenn ich mal drei Tage nicht (in irgendeiner Form) kreativ sein darf. Das stresst mich mehr als alles andere, und ich bin noch abwesender als sowieso schon. (Fragt mal meinen Göga, der guckt mich manchmal stirnrunzelnd oder völlig verständnislos an. Es gibt Momente, da kann ich selber meinen Satz nicht beenden, weil ich vergessen hab, was ich gerade sagen will. Oder ich rede mit mir selber. Irgendwann schiebt er mich in die Klapse ab, glaub ich. Wo ich dann bin, fragt er, und ich zucke mit den Schultern. Was soll ich denn sagen? Die Wahrheit? Draußen bei den Elfen und Zwergen, oder in einer der Welten, die da in mir drin existieren? Tatütata, da kommen die Herren mit dem schicken Hab-mich-lieb-Jäckchen....)

Gestern Abend hab ich immerhin wieder an meinem Manuskript geschrieben, das vernachlässige ich viel zu sehr, die Schreiberei. Aber ich bin sehr zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen. Dummerweise wird es wahrscheinlich niemals jemand lesen, weil es sich eigentlich um die Vorgeschichte handelt... Naja, vielleicht kann ich nach dem Umzug nochmal den ein oder anderen Workshop wahrnehmen. Im Februar hab ich an einem Schreibseminar teilgenommen, das mich sehr motiviert hat. Ich mach einfach zuviel... bzw. ich hab zu viele Ideen. Unter der Dusche kam mir gestern gleich noch ne Idee für ne Geschichte. Ich hab das Gefühl, je weniger Zeit ich habe, desto kreativer werde ich... Tja, und dazu passte das Zitat von Jung ganz gut... ;)

Soviel von mir für heute - ich geh dann mal wieder Kisten packen...

Ich wünsch euch eine schöne Restwoche - bis bald irgendwann!
Sonja

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